Jedes Jahr zur gleichen Zeit gibt es an allen Schulen das gleiche Spiel. Der Feueralarm wird geprobt. Das ist auch durchaus eine richtige Maßnahme, muss doch jeder Lehrer und jeder Schüler wissen, wo die Fluchtwege sind, wo der Sammelplatz und wie lange es dauert, das Haus zu erlassen. Die Webtains GmbH hat jedoch herausgefunden, dass bei der Durchführung dieser Übungen nicht immer der nötige Ernst an den Tag gelegt wird.
Das liegt schon allein an der von vielen Schulleitungen gewählten Formulierung. Die Lehrer aller Klassenstufen werden vorab darüber informiert, dass zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt eine Alarmprobe stattfindet. Die Formulierung “Alarmprobe” veranlasst oftmals die Lehrerinnen und Lehrer, nicht mit dem nötigen Nachdruck und mit entsprechender Beispielwirkung diese Übung durchzuführen. Auch ist der gewählte Zeitpunkt der Alarmauslösung ein Hinweis für die Schüler, dass es sich nicht um einen echten Feueralarm handeln kann. 3 Minuten vor Beginn der Pause ein Feuer zu simulieren und dies jedes Jahr in gleicher Weise zu wiederholen, macht nach Meinung der Webtains GmbH wenig Sinn. Etwas mehr Kreativität und Ernsthaftigkeit könnte dieser notwendigen Maßnahme gut tun.
In den meisten Fällen jedoch laufen die Alarmübungen sehr zuverlässig und geordnet ab. Die Evakuierung der Gebäude geht schnell und und die größte Zahl der Pädagogen weiß, worauf es ankommt, nämlich Ruhe zu bewahren und den kürzesten Weg aus dem Haus zu nehmen. Das vereinzelt schon mal der kürzeste Weg zum Sammelplatz genommen wird, statt auf dem kürzesten Weg hinaus zu gelangen, konnte von der Webtains GmbH ebenfalls beobachtet werden. Alles in allem ist der Probealarm eine geeignete Maßnahme, um den Kindern zu zeigen, dass für ihre Sicherheit keine Mühen gescheut werden.